Produktion

【Factorio】Ölraffinerie-Layout und die Verhältnisse 20:5:17 und 8:2:7

Die Ölleitung direkt nach der Blauwissenschaft ist stabiler, wenn man zunächst mit der minimalen Grundölverarbeitung beginnt, anstatt sofort in fortgeschrittene Ölverarbeitung zu investieren. Dieser Artikel richtet sich an alle, die schon erlebt haben, dass die Ölraffinerie komplett stehen bleibt, sobald man Kunststoff und Schwefel laufen lässt.

Produktion

【Factorio】Ölraffinerie-Layout und die Verhältnisse 20:5:17 und 8:2:7

In Factorio ist die Ölleitung direkt nach der Blauwissenschaft stabiler, wenn man zunächst mit der minimalen Grundölverarbeitung beginnt, anstatt sofort in fortgeschrittene Ölverarbeitung zu investieren. Dieser Artikel richtet sich an Spieler, die schon erlebt haben, dass die Ölraffinerie komplett stehen bleibt, sobald man Kunststoff und Schwefel laufen lässt.

Mir ist es auch schon passiert – in dem Moment, als ich Kunststoff und Schwefel gleichzeitig hochgefahren habe, ist nur das Leichtöl vollgelaufen, und das ganze System ist zum Stillstand gekommen. Daraus resultierte die Erkenntnis: Direkt nach der Forschung sollte man mit Grundölverarbeitung bei 9 Erdgas pro Sekunde starten und später zu 20:5:17 (praktisch 8:2:7) fortgeschrittener Verarbeitung übergehen. Das Wichtigste dabei: Schweröl zuerst zu Schmierstoff, den Rest zum Cracken.

Das tückische an der Ölverarbeitung ist, dass wenn eine Sorte vollläuft, das ganze System zum Stillstand kommt. Deshalb ist in diesem Artikel die zentrale Idee: Mit Pumpen und Lagertanks die Priorität festlegen ist wichtiger als die perfekte Verhältnisberechnung. Ich werde die Designprinzipien anhand von Zahlen und Lauflayout erklären.

Grundlegende Kenntnisse zur Raffinerie und zum Cracken

Zielversion (Vanilla/Space Age) und Vorbedingungen

Dieser Artikel basiert hauptsächlich auf Vanilla 2.0. Das bedeutet: Rohöl wird in der Ölraffinerie verarbeitet, und bei Bedarf wird mit Cracken (Umwandlung höherwertiger Öle in niedrigwertigere) in der Chemiefabrik gearbeitet, um Schweröl, Leichtöl und Erdgas zu regeln. Das Tückische an Factorios Ölsystem ist, dass eine einzige verstopfte Leitung das gesamte System lahmlegt – das ist einer der häufigsten Anfängerfehler.

Mein wichtigstes Designprinzip in dieser Phase: Weniger das Rezept selbst, sondern Rohrleitungen, die später leicht auf die fortgeschrittene Konfiguration umsteigbar sind. Wenn man von Grundölverarbeitung beginnt, lassen sich die Eingänge und Ausgänge der Ölraffinerie meist leicht auf die fortgeschrittene Variante abstimmen. Das macht Umbauten nach der Forschung sehr viel einfacher. Mit ALT-Modus die Ein-/Ausgänge checken und die Hauptlinien vorab legen – später ist das Umrüsten deutlich entspannter.

Bei Space Age gibt es einige Unterschiede bei der Ölverarbeitung. Die Seite zeigt, dass auch hier die Umstellung von Grund- auf Fortgeschrittenes im Sinn des Designers liegt. Aber für diesen Artikel ist es hilfreicher, erst die in Vanilla gültigen Designprinzipien zu verstehen, anstatt gleich alle Space Age Unterschiede durchzunehmen. Space Age hat neue Optionen (etwa Kohlevergasung), aber das Kernproblem bleibt: Eine verstopfte Leitung stoppt alles.

Wenn man anfängt, Kunststoff und Schwefel gleichzeitig zu laufen, wird die Grundölverarbeitung mit 9 Erdgas pro Sekunde sehr schnell eng. Das "läuft zwar, aber wird sofort knapp beim Ausbauen" Gefühl kommt genau daher. Mit dieser Erwartungshaltung wird auch klar, warum der Umstieg auf fortgeschrittene Verarbeitung so wertvoll ist.

Der Unterschied zwischen Grund- und fortgeschrittener Ölverarbeitung

Der Unterschied ist nicht bloß "weitere Forschung = besseres Rezept". Die Designphilosophie ist komplett unterschiedlich. Grundölverarbeitung wandelt Rohöl direkt in nur Erdgas um. Eine Ölraffinerie produziert dabei 9 Erdgas pro Sekunde – einfach, übersichtlich, ideal zum Start. Das ist die Stärke für die frühe Phase.

Fortgeschrittene Ölverarbeitung erzeugt aus Rohöl gleichzeitig Schweröl, Leichtöl und Erdgas. Das sieht erst mal nachteilig aus – "warum brauche ich die anderen Sorten?" Aber kombiniert mit Cracken wird es zur Superwaffe: Schweröl zu Leichtöl, Leichtöl zu Erdgas. Mit Cracken steigt der Erdgas-Äquivalent pro Raffinerie auf 19,5 pro Sekunde. Die 9 der Grundversion sehen dagegen mager aus.

Aber Achtung: Das funktioniert nicht, wenn man einfach nur Raffinerien nebeneinander stellt. Fortgeschrittene Verarbeitung stoppt nämlich auch, wenn eine der 3 Ausgänge voll ist. Die echte Stärke liegt darin, überschüssige Sorten kontinuierlich nach unten zu cracken. Hier spielen die Crackungsquoten eine zentrale Rolle.

Die praktischste Richtlinie ist Ölraffinerie : Schweröl-Cracker : Leichtöl-Cracker = 20:5:17. Wenn man 20 Raffinerien hochfährt, braucht man 5 Chemiefabriken für Schweröl und 17 für Leichtöl. Das ganze Verhältnis direkt zu bauen wird aber schnell riesig. Deswegen nutze ich in der Praxis 8:2:7 als kleiner verarbeitbarer Block. Die Zahlen stimmen nicht exakt, aber die Lagertanks puffern die Differenzen problemlos ab und die Erweiterbarkeit ist viel besser.

💡 Tip

Beim Umstieg von Grund- auf fortgeschrittene Verarbeitung sollte man um die Ölraffinerie herum Platz lassen. Die neue Konfiguration braucht mehr Chemiefabriken und Wasserleitungen – wenn man bewusst "später stelle ich hier eine Reihe hin" plant, passt alles besser zusammen.

Hier muss ich betonen: Grundölverarbeitung ist nicht schwach. Für die kurze Zeit nach der Forschung ist sie super – schneller Aufbau, nur eine Ausgangsorte. Aber sobald Kunststoff, Schwefel und später auch Batterien hinzukommen, sind die 9 Erdgas pro Sekunde schnell zu wenig. Das ist dann der Moment, um das Rezept zu upgraden, nicht um mehr Raffinerien zu bauen. Basis ist immer noch die Wiki.

Oil processing/ja wiki.factorio.com

Die Aufgaben der 3 Ölsorten (Schweröl, Leichtöl, Erdgas)

Um fortgeschrittene Verarbeitung stabil zu halten, muss man vorher entscheiden: Welche Sorte brauche ich wofür? Wenn das unklar bleibt, kann man Überschüsse nicht sinnvoll verteilen. Die 3 Sorten sind sich namentlich ähnlich, aber ihre Rollen sind sehr unterschiedlich.

Schweröl geht zuerst zu Schmierstoff. Schmierstoff direkt zu Elektro-Motoreinheiten, die wiederum Roboterrahmen und höhere Logistik ermöglichen. Nur Schweröl erzeugt Schmierstoff – das ist nicht crackt möglich. In der Praxis laufe ich Schweröl zuerst zur Schmierstoff-Chemiefabrik, den Rest cracke ich nur, wenn Schmierstoff gedeckt ist.

Leichtöl ist der Hauptfuel-Typ. Festes Brennmaterial hat hier das beste Verhältnis: 1 festes Brennmaterial = 12MJ, aus Leichtöl 10:1, aus Schweröl direkt 20:1. Wenn ich Schweröl zu Leichtöl cracke und dann zu Brennstoff mache: 13:1 equivalent. Rein rechnerisch lohnt sich Leichtöl als Brennstoff-Kern. Wen später Raketentreibstoff ins Auge gefasst, wird die "Leichtöl = Fuel" Eigenschaft noch wichtiger.

Erdgas ist der Allrounder. Kunststoff, Schwefel, Batterien – die meisten Mid-Tier-Zutaten landen hier. In der frühen bis mittleren Phase ist es fast immer Erdgas, das knapp wird. Ich dachte lange, fortgeschrittene Verarbeitung hätte zu wenig Gas, aber oft war das Problem nur: Ich ließ Schweröl und Leichtöl vollaufen und dadurch stoppte auch die Erdgasproduktion. Die größte Falle ist: Eine Sorte läuft über, dadurch stoppt alles, einschließlich der Sorte die ich brauchte.

Die Priorisierung ist daher:

  1. Schweröl → Schmierstoff (Priorität)
  2. Leichtöl → Fuel-Systeme
  3. Überschüsse → Erdgas via Cracken

Mit dieser Rollenverteilung wird das Ölsystem viel lesbarer. Die nächsten Abschnitte zu Pumpenkontrolle und Tank-Schwellenwerten funktionieren am besten, wenn "welche Sorte bewahre ich für was auf" bereits geklärt ist.

Zuerst mit Grundölverarbeitung eine sichere Minimalkonfiguration bauen

Mit ALT-Modus Ein-/Ausgänge abstimmen

Das erste, das man nach dem Platzieren einer Ölraffinerie tun sollte: Nicht sofort Rohre anschließen, sondern im ALT-Modus Ein- und Ausgänge anschauen und ausrichten. Die Raffinerie zeigt dann, wo Rohöl rein und wo welche Sorten raus gehen. Die Positionen sind fix und nicht drehbar – nur die ganze Raffinerie kann gedreht werden. Die Idee: Später horizontal erweiterbar ausrichten, damit Upgraden einfach ist.

Das Ziel hier: Nicht das aktuelle Minimalsystem perfekt bauen, sondern die Grundlage für den späteren Umstieg auf fortgeschrittenes System schaffen. Wenn ich Rohöl-Eingang und Erdgas-Ausgang schon in einer geraden Linie plane, kann ich später einfach Chemiefabriken und Wasserleitungen dazupacken. Mein Standard: Rohöl-Seite außen, Erdgas-Seite innen zur Fabrik. Erdgas kann dann direkt zu Kunststoff/Schwefel, Schweröl und Leichtöl laufen nach außen zu den Speichertanks.

Im Anfangschaos verlegt man oft diagonal oder nutzt versteckte Rohre – aber das rächt sich später. Beim Umstieg auf fortgeschrittenes System fehlt dann Platz für Leichtöl- und Schweröl-Ableitungen, und man muss alles abreißen. Wenn ich beim Minimalsystem schon 1 Reihe Leeraum um die Raffinerie lasse, sparen sich später große Umbauten.

Ölraffinerie - Factorio Wiki wiki.factorio.com

Erdgas-fokussierter Betrieb in der Startphase

Was direkt nach der Forschung knapp wird, ist fast immer Erdgas. Kunststoff und Schwefel wollen sofort laufen, aber Schweröl und Leichtöl haben noch keine großen Verbrauchsstellen. Deswegen: Mit Grundölverarbeitung starten und Erdgas als Hauptquelle ansehen ist am sichersten. Die Seite erklärt auch die Stopping-Bedingungen sehr klar.

Technisch einfach: Rohöl-Eingang → Ölraffinerie → Erdgas-Leitung direkt zu Chemiefabriken für Kunststoff oder Schwefel (oder beides). Eine Raffinerie mit Grundölverarbeitung produziert 9 Erdgas/Sekunde – für den Start nach Blauforschung absolut ausreichend. Die Richtung ist klar, die Planung ist einfach.

Das Tückische: Wenn eine Ausgabe vollläuft, stoppt die ganze Raffinerie. Erdgas verbrauchen hilft nicht, wenn Leichtöl oder Schweröl keine Ableitungsroute haben. Mein erstes großes Missverständnis: Ich dachte, ohne Speichertanks wäre das okay, weil ich ja nur Erdgas nutze. Resultat: Leichtöl lief über, Raffinerie stoppte, Erdgas fehlte plötzlich. Das ist die Besonderheit von Ölsystemen: Nicht die fehlende Sorte stoppt dich, sondern die überschüssige.

Die Lösung: Überschüsse nicht ignorieren, sondern parken. Selbst ohne Cracken-Setup: Wenn es eine Ableitungsstelle gibt, läuft die Erdgasproduktion weiter. In der Startphase: Zuverlässigkeit vor Effizienz.

💡 Tip

Wer ohne Speichertanks arbeitet, erlebt häufig: "Leichtöl voll → Raffinerie stoppt → Erdgas weg → Kunststoff/Schwefel stoppt". Schon 2–3 Lagertanks als Puffer vermeiden diese Kettenreaktion großteils.

Lagertanks und weitsichtige Rohrkonstruktion

Die fertige Minimalkonfiguration sieht einfach aus: Rohöl rein, Erdgas direkt ab, Schweröl und Leichtöl in parallele Tanks. Ein Lagertank fasst 25.000 Einheiten – für den Start ausreichend groß. Ich stelle mindestens 1–2 Tanks für Schweröl und 1–2 für Leichtöl hin – nicht als Endpunkt, sondern als Puffer.

Das Wichtigste: Den Tank nicht als Endstation behandeln. Vor und hinter den Tanks etwas Platz lassen, damit später Schmierstoff-Chemiefabrik, Schweröl-Cracker, Leichtöl-Cracker oder Brennstoff-Fabrik angebunden werden können. Im Mid-Game werde ich Schweröl zu Schmierstoff und Leichtöl zu Fuel schicken wollen. Wenn Tanks direkt gegen die Wand stehen, kann ich nicht erweitern und muss alles neu machen.

Mein Trick: Die Tanks nicht in einer geraden Linie, sondern mit einem freien Abzweigpunkt plazieren. Danach kann ich einfach Pumpen setzen oder eine Chemiefabrik-Reihe seitlich anbinden. Das macht einen Riesenunterschied beim späteren Upgrade.

Zusammengefasst: Die fertige Minimalkonfiguration ist 1 Raffinerie-Reihe, 1 Erdgas-Leitung direkt weg, parallele Tanks für Schweröl/Leichtöl mit Erweiterungsplatz. Schöne Layouts kommen später – erst muss es nicht crashen und leicht umbaubar sein.

Die Verhältnisse bei fortgeschrittener Ölverarbeitung und empfohhlene Gebäudezahlen

Die Lesung von 20:5:17 und 8:2:7

Das erste Verhältnis, das man sich beim Upgrade merken sollte: 20:5:17. Das bedeutet: Ölraffinerie : Schweröl-Cracker : Leichtöl-Cracker = 20 : 5 : 17. Wenn 20 Raffinerien die Basis sind, braucht man 5 Chemiefabriken für Schweröl und 17 für Leichtöl, um ohne Staus zu laufen. Das ist der Klassiker in Factorios Ölszene.

20 Raffinerien ist aber groß für den praktischen Einstieg. Die praktischere Variante: 8:2:7 – das ist eine kleinere Annäherung, handlicher zu bauen und gut erweiterbar. 8 Raffinerien, 2 Schweröl-Cracker, 7 Leichtöl-Cracker. Es stimmt nicht exakt, aber Speichertanks puffern die Abweichungen problemlos ab. Ich starte fast immer mit 8:2:7.

VerhältnisRaffinerienSchweröl-CrackerLeichtöl-CrackerWann?
Präzise Basis20517Langzeitbetrieb, Hauptlinien
Praktische Näherung827Aufbau und Erweiterung, handlichere Blöcke

Die echte Stärke ist: Man kann später nur die knappen Sorten nachbauen. Mit 8:2:7 starten und später einen weiteren Block horizontal hinzufügen ist viel entspannter als gleich 20:5:17 komplett neu zu bauen.

Was "19,5 Erdgas-Äquivalent pro Raffinerie" bedeutet

Wenn man fortgeschrittene Verarbeitung bewertet, ist eine wichtige Messgröße: Pro Raffinerie = 19,5 Erdgas pro Sekunde (Äquivalent). Das ist nicht nur die direkte Erdgas-Ausgabe, sondern auch Schweröl und Leichtöl mitgerechnet, nachdem sie gecrackt wurden. (Anmerkung: Einige exakte Werte beruhen auf Community-Messungen. Für präzise Rechnungen siehe auch .)

Zum Vergleich: Grundölverarbeitung = 9 Erdgas/Sekunde. Die 19,5 zeigen deutlich, warum der Upgrade so wertvoll ist.

KonfigurationRaffinerienCracker-VerhältnisseErdgas-Äquivalent
Klein1Nach Verhältnis19,5/Sekunde
Ausbau5Nach Verhältnis97,5/Sekunde
Hauptlinie10Nach Verhältnis195/Sekunde

Wenn ich die Zahlen für 1, 5, 10 Raffinerien im Kopf habe, kann ich schnell entscheiden: "Brauche ich mehr Kunststoff, oder will ich Schmierstoff sichern, oder plane ich Raketentreibstoff?" Diese Aufteilung ist leichter. Im Mid-Game hilft dieser "Äquivalent-Denk-Modus" sehr.

💡 Tip

Wenn ich ein fortgeschrittenes System starte, denke ich zuerst: "Diese Linie = 8 Raffinerien = 156 Erdgas-Äquivalent/Sekunde." Danach reserviere ich Schweröl für Schmierstoff und weiß, wie viel übrig bleibt. So stoße ich nicht zeitgleich auf Erdgas- und Schmierstoff-Mangel.

Es gibt natürlich Momente, wo Schweröl zu Schmierstoff Priorität hat oder Leichtöl zu Fuel gehört. Aber als Baseline: 1 Raffinerie = 19,5/Sekunde Erdgas-Äquivalent ansehen macht das System robust gegen Bedarf-Schwankungen. Nur weil dieses "Pro Raffinerie rechnen" existiert, funktionieren die Verhältnisse überhaupt.

Erweiterung und Förderband-Kapazität

Fortgeschrittene Systeme scheitern oft daran, dass man die Zahlen hat, aber die Downstream-Logistik vergisst. Erdgas läuft über Rohr, aber Kunststoff, Schwefel, festes Brennmaterial müssen mit Bändern transportiert werden. Die Standard-Faustregel: gelbe Bänder = 7,5/Sekunde (einseitig) oder 15/Sekunde (doppelseitig), rote = doppelt, blaue = dreifach (siehe ).

Wenn ich die Zahlen kenne, kann ich Erweiterungen viel besser planen. Wenn ich einen 8:2:7 Block erweitere: Passen Kunststoff/Schwefel/Brennstoff auf gelbe Bänder oder brauche ich rote? Mein Trick: Schon beim Setup die Hauptleitungen so breit legen, dass später nur Bänder getauscht werden, nicht Rohre versetzt.

BandEinseitigDoppelseitigWo?
Gelb7,5/Sekunde15/SekundeStartup, kleine Brennstoff-/Schwefel-Linien
Rot15/Sekunde30/Sekunde1–2 Blöcke 8:2:7, Hauptrouten
Blau22,5/Sekunde45/SekundeMulti-Block Linien, spätes Spiel Dichte

Das Öl-System lebt davon, Flüssigkeiten zu definieren und Feststoffe zu berechnen. Beispiel: Leichtöl zu festes Brennmaterial macht Bänder brauchbar – und 1 Brennstoff = 12MJ, also sehr dicht. Das ist ein großer Teil, warum "Leichtöl → Fuel" so sinnvoll ist. Mit dieser Fernkonstruktion wird Expansion statt Chaos.

Real: Mit 8:2:7 starten, später nur unzureichende Sorten nachbauen ist praktischer. Flüssigkeits-Verhältnis bleibt gleich, Fest-Transport wird nur stärker – das ist eine sehr saubere Trennung.

Transport belts/Physics/ja wiki.factorio.com

Schmierstoff zuerst, Überschuss cracken – die Rohrkonstruktion

Warum Schweröl → Schmierstoff absolut Vorrang hat

Um bei fortgeschrittener Verarbeitung nicht abzubrechen, ist die Designlogik klar: Schweröl geht zuerst zu Schmierstoff. Was danach übrig bleibt, kann gecrackt werden. Raffinerien stoppen, wenn eine Ausgabe voll ist – deswegen muss man Prioritäten in die Rohrleitung selbst bauen.

Die Gründe sind praktisch. Wenn Schmierstoff ausgeht, stoppt die Elektro-Motoreinheit-Fabrik. Das breitet sich sofort aus: Keine Roboterrahmen, keine Elektronik, keine Belts. Im Mid-Game merkte ich das schmerzhaft – ich wollte mehr Erdgas und verstärkte deswegen den Schweröl-Cracker. Nur wenig später war Schmierstoff weg und alles ging langsam. Die Lösung: Schweröl-Cracker stoppen, fertig. Schweröl sollte niemals als "Abfallprodukt" behandelt werden.

Technisch: Schweröl-Ausgang → Schmierstoff-Chemiefabrik ohne Umwege, dahinter erst der Cracker. So läuft Schmierstoff immer zuerst. Mit ALT-Mode die Positionen checken und die Pfade planen – wenn Schmierstoff den kürzesten Weg kriegt, bleibt die Logik auch bei Erweiterung erhalten.

Praktisch: Schmierstoff-Leitung ist Dauerlauf, Schweröl-Cracker läuft nur, wenn Schmierstoff voll ist (über Pumpe und Schwellenwert). So ist Cracking immer der "Überschuss-Reiniger", nicht die Hauptleitung.

Leichtöl-Nutzung und Cracken im Vergleich

Nach Schweröl kommt die nächste Verwirrung: Was ist mit Leichtöl? Gleiche Logik: Leichtöl für zukünftige Hauptnutzung bewahren, Überschüsse zu Erdgas cracken. Früh ist Erdgas der Engpass – also Leichtöl zu Erdgas umwandeln ist hilfreich. Aber später steigen Raketentreibstoff und festes Brennmaterial ins Spiel auf.

Leichtöl hat ein breites Potenzial. Festes Brennmaterial: 10:1 aus Leichtöl, 20:1 aus Schweröl direkt, 13:1 äquivalent wenn Schweröl erst zu Leichtöl gecrackt wird. Rein rechnerisch: Leichtöl ist die beste Brennstoff-Grundlage. Wen Raketentreibstoff kommt, wird Leichtöl noch wichtiger.

Deswegen: Leichtöl nicht durchgehend vollständig cracken. Stattdessen: Speichertank, davon die Brennstoff-Linie, Überschüsse von dort zum Cracker. So flexibel kann später adjustiert werden. "Brauche ich Raketentreibstoff?" → Mehr Leichtöl sparen. "Noch zu früh?" → Mehr Erdgas-Cracking. Die Rohre sollten Speichertank → Brennstoff-Fabrik (direkt) und Tank-Überschuss → Cracker (via Pumpe) sein.

Leichtöl-Cracking ist nicht böse – es ist der Sicherheitsventil gegen Ölstaus und der Brückenbauer zu Erdgas. Mit dieser Sicht wird das Mid-Game stabiler.

Pumpen und Tanks als "Prioritäts-Engine"

Um Priorisierung wirklich funktionsfähig zu machen, braucht es Hardware: Speichertanks und Pumpen. Rohre allein verteilen Flüssigkeit zu gleich nach allen Seiten. Deswegen: "Wo wird es zuerst gelagert?" und "Wer pumpt von wo ab?" entscheidet die Rangfolge. Mein Standardvorgehen: Tank → Hauptanlage (direkt), Tank → Cracker (via Pumpe mit Schwellenwert).

Einfachste Form: Schmierstoff und Leichtöl bekommen je einen Speichertank vor den Crack-Anlagen. Dauer-Verbrauch kommt direkt, Cracken nur wenn der Tank über X% voll ist. Keine komplexe Elektronik nötig – die Rohrkonstruktion erzwingt schon die richtige Reihenfolge.

💡 Tip

Mein Standard: Schweröl direkt zur Schmierstoff-Chemiefabrik, Auslauf dieser Tank. Von diesem Tank eine Pumpe zum Schweröl-Cracker. So kriegt Schmierstoff Vorrang, Cracking ist Ausgleich.

Das funktioniert genau so mit Leichtöl: Speichertank, davon zu Brennstoff-Fabs (direkt), von Tank-Überschuss zu Leichtöl-Cracker (Pumpe). Wenn Bedarf sich ändert: Pumpe stoppen, Anlagen deaktivieren – fertig. Mein Rettungsmoment (Schmierstoff-Mangel im Mid-Game): Einfach den Schweröl-Cracker-Pumpe aus. Neu bauen war gar nicht nötig.

Stabiles Öl-Design ist nicht "alle Sorten perfekt nutzen", sondern "gezielt verteilen mit Hardware-Prioritäten". Schweröl

article.share

T

Takuma

Factorio 3,000時間超。1k SPM メガベースを複数パターンで達成した生産ライン設計のスペシャリスト。本業のプラントエンジニアの知識を工場最適化に応用しています。